FD-M - Faszien Distorsions-Mobilisation

FD-M - Faszien Distorsions-Mobilisation

Kurzinfo

Unser Kurs in Faszien Distorsions-Mobilisation ist eine interessante Ergänzung der Osteopathie für TherapeutInnen, die die Körpersprache ihrer Patienten bei der Beschreibung der Beschwerden zur gezielten faszialen Behandlung nutzen wollen. Faszien Distorsionstechniken werden meist eingesetzt bei strukturellen Veränderungen des Fasziensystems, die häufig aus Verletzungen resultieren, wie z.B. Sprunggelenksdistorsionen oder Folgen von anderen Zerrungen. 

Beschreibung

Lange galt die Mobilisation von Faszialen Distorsionen als zu reduziert auf ein Symptom - also nicht osteopathisch - und vor allem auch als zu schmerzhaft, vergleichbar mit der Strukturellen Integration von Ida Rolf. Doch es geht auch anders: unsere Dozenten lehren Sie eine Vorgehensweise, die eine andere Interpretation der Arbeit von Stephen Typaldos, D.O. darstellt: pragmatische Behandlungstechniken der Distorsionen: ja, aber mit Respekt vor der Sensibilität des Gewebes und verbunden mit einer ganzheitlichen Betrachtung im Kontext der Tensegrity, also der Gesamt-Spannungsorganisation des Körpers.

Die Osteopathie hat sich lange schwergetan mit der Faszialen Distorsions Mobilisation: Typaldos war wie gesagt selbst D.O., also Doctor of Osteopathy. Er nannte jedoch sein Buch: "Orthopathic Medicine", was die Richtung absteckte: Behandeln von Symptomen und Erkrankungen und eben nicht das Befolgen des Postulates von A.T.Still "Gesundheit zu finden sollte die Aufgabe des Arztes sein, jeder kann Krankheit finden."

Genau hier liegt ja der Konflikt für die meisten unter uns Therapeuten: Der Erwartungsdruck durch den Patienten in Richtung schneller Behandlungserfolge zum Beispiel bei Sportverletzungen und umgekehrt unsere Erfahrung, dass Heilung von innen heraus Zeit braucht und nicht ausgeführt werden sollte wie eine mechanische Reparatur.

Eins ist klar: Faszien Distorsions-Mobilisation kann nur in vernetzter Befundung und Behandlung des gesamten Fasziensystems osteopathisch genutzt werden, das verbindet sie mit dem Myofascial Release, die die hauptsächliche Herangehensweise der Osteopathie auf struktureller faszialer Ebene ist. Eine isolierte Vorgehensweise im Sinne einer "2-Minuten-Behandlung" mag zwar aus der Sicht mancher orthopädisch ausgerichteter Behandler verlockend sein, entspricht aber nicht den osteopathischen Prinzipien:

"find it, fix it and leave it alone" bedeutet etwas Anderes.

Ziele

  • Eigenständiges Anwenden spezifischer Herangehensweisen für die sechs Fasciendistorsionen
  • Informationen aus dem "Wortschatz" der non-verbalen Gestik des Patienten zur Schmerzbeschreibung in der Befundung einordnen und anwenden können

Inhalte

Diagnostische Nutzung der Körpersprache der Patienten bei der Beschreibung ihrer Symptome

Präzisierende Kommunikation mit den Patienten zur Identifikation von Läsions- und Distorsionsmustern

Einschätzung der Gesamtheit der Symptome im Sinne der Organisation von Gurtungs-Spannungen (Tensegrity)

Formen der faszialen Verletzung / Übersicht über die Distorsionen

Anwendung der distorsionsspezifischen Vorgehensweisen:

  • Techniken für Triggerbänder und Triggerpunkt-Hernien,
  • Falt-Techniken,
  • Kontinuum-Techniken,
  • Zylinderdistorsionstechniken

Vorgehensweisen für Tektonische Fixierungen

Erstellen eines parietal-osteopathischen Behandlungsplans

Methodik

  • Handhabung und individualisiertes Anpassen von Faszien Distorsions-Mobilisationen

Kursleitung

Sascha Scheika, PT / F.O.

Kursvoraussetzungen

Dieser Kurs richtet sich an Med.Masseure, Physiotherapeuten und Heilpraktiker. Andere auf Anfrage. 
Der Kurs PFN (Parietale Fasciatherapie: Netzstrukturen und Gurtungen) dient als Einführungskurs, ist zurzeit aber noch nicht zwingende Voraussetzung um andere Kurse aus der Reihe FASCIATHERAPIE zu besuchen.

Kursabschluss

Alle Teilnehmenden erhalten nach abgeschlossenem Kurs eine Kursbestätigung.

Der Kurs befähigt im Kontext mit den anderen Kursen aus der Reihe FASCIATHERAPIE® nach deren Komplettierung zur Absolvierung der Abschlussprüfung im Sinne einer Gesamtausbildung nach EMR-Reglement. 

Kurskosten

CHF 760.-

Anmeldebedingungen

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Bei Unterbelegung behalten wir uns vor die Fortbildung abzusagen.

Für die Teilnahme gilt die Reihenfolge der Eingänge


Zur Anmeldung



Kursdauer

26 Zeitstunden

Kursdaten / Zeiten

1. Tag: Mittwoch 23.01.19, 13.30 – 18.30 Uhr

 

2. Tag: Donnerstag 24.01.19, 09.00 – 18.30 Uhr

 

3. Tag: Freitag 25.01.19, 09.00 – 18.30 Uhr

 

4. Tag: Samstag 26.01.19, 09.00 – 13.00 Uhr

Kursort / Veranstalter

Lageplan

Kurskosten

CHF 760